

Ein Stuhl ist schnell herangerückt
Stell dir vor, in der Mittagspause sitzt ein neuer Kollege allein am Nachbartisch. Du rückst einen Stuhl heran und sagst: „Setz dich doch zu uns.“ Vielleicht hast du bemerkt, wie suchend er sich umgesehen hat. Vielleicht möchte er aber auch einfach in Ruhe essen.
Diese kleine Szene passt zur astrologischen Verbindung von Krebs und Widder-Aszendent: Du möchtest Zugehörigkeit schaffen und wartest mit dem ersten Schritt nicht lange. Nur die Rückfrage kommt womöglich erst, wenn der Stuhl schon steht.
Empfindsam im Inneren, direkt im Auftreten
Dein Sternzeichen richtet sich nach der Stellung der Sonne bei deiner Geburt. Der Aszendent ist das Tierkreiszeichen, das zu diesem Zeitpunkt an deinem Geburtsort am östlichen Horizont aufging.
In der Astrologie werden dem Sternzeichen grundlegende Eigenschaften zugeschrieben. Der Aszendent wird unter anderem damit verbunden, wie du auf andere zugehst und welchen ersten Eindruck du vermittelst.
Der Krebs steht traditionell für Fürsorge, Empfindsamkeit und Verbundenheit. Mit dem Widder-Aszendenten kommen im Auftreten Mut, Direktheit und Tatkraft hinzu. Du kannst dadurch entschlossener wirken, als du dich gerade fühlst. Hinter einem zackigen „Ich mache das“ kann durchaus der leise Wunsch stehen, gebraucht zu werden. Vielleicht erkennst du dich darin wieder. Festgelegt bist du durch diese Deutung nicht.
Nicht jeder Wunsch trägt ein Namensschild
In Beziehungen kann diese Mischung aufmerksam und beherzt sein: Du bemerkst, dass dein Gegenüber erschöpft ist, und übernimmst spontan den Einkauf. Zuneigung bleibt dann nicht nur ein schönes Wort.
Doch Hilfe passt besser, wenn sie erwünscht ist. „Was würde dir gerade guttun?“ lässt dem anderen Raum. Ebenso wichtig ist dein eigener Wunsch: Vielleicht wolltest du nach dem Einkauf noch zusammen essen, hast aber nichts gesagt. Ein klares „Ich hätte heute gern Zeit mit dir“ erspart beiden das Rätselraten. Nähe braucht keine Gedankenleseprüfung.
Schnell handeln, lange nachfühlen
Die Stärke liegt darin, ein Bedürfnis nach Verbindung nicht nur wahrzunehmen, sondern einen Anfang zu wagen. Du sprichst eine Einladung aus oder gehst nach einem kleinen Streit als Erste oder Erster wieder auf den anderen zu.
Anstrengend wird es, wenn dein Tempo das Zuhören überholt. Du hast bereits etwas angestoßen, bevor alle zu Wort kamen. Reagiert jemand reserviert, kann dich das stärker treffen, als dein bestimmter Ton vermuten lässt. Dann trägst du die Kränkung womöglich weiter mit dir, während dein eigentlicher Wunsch unausgesprochen bleibt.
Mut darf auch kurz warten
Eine kleine Pause nimmt deiner Tatkraft nichts weg. Frag nach, statt eine Antwort vorwegzunehmen, und sag, was dich verletzt oder was du dir wünschst. Der Stuhl am Mittagstisch darf bereitstehen. Ob jemand darauf Platz nehmen möchte, darfst du trotzdem erst einmal fragen.



